Neues Buch: Die Schweiz gegen die Welt
Im September 2025 ist bei NZZ Libro das Buch Die Schweiz gegen die Welt. Nazigold, nachrichtenlose Konten und das Krisenmanagement 1996–1999 erschienen. Verfasst wurde es von Thomas Borer, dem damaligen Leiter der Task Force «Schweiz – Zweiter Weltkrieg», gemeinsam mit dem Wirtschaftsjournalisten René Lüchinger.
Das Werk widmet sich einer der schwersten aussenpolitischen Krisen der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum stehen die internationalen Debatten um nachrichtenlose Konten, den Vorwurf des Nazigolds sowie die Sammelklagen gegen Schweizer Banken in den 1990er-Jahren. Die Autoren zeichnen nach, wie die Schweiz damals unter starkem Druck von Politik, Medien und internationalen Organisationen stand.
Besonders hervorzuheben ist, dass Thomas Borer erstmals Dokumente aus seinem persönlichen Archiv zugänglich macht. Diese Einblicke zeigen, wie die Task Force in enger Abstimmung mit Politik und Finanzplatz versuchte, die Krisensituation zu bewältigen. Dabei wird deutlich, mit welchen politischen, rechtlichen und medialen Herausforderungen die Schweiz konfrontiert war – und welche Strategien entwickelt wurden, um den internationalen Druck abzufedern.
Das Buch bietet nicht nur historische Aufarbeitung, sondern auch Anknüpfungspunkte für aktuelle Diskussionen über Neutralität, internationale Reputation und den Umgang der Schweiz mit globalem Druck.
Die Schweiz gegen die Welt umfasst 366 Seiten mit 59 Abbildungen und ist im Buchhandel sowie direkt bei NZZ Libro erhältlich.